Icon

Ludwig-Anzengruber-Straße 1, Grünwald

4,9 121 Rezensionen

    Avatar Katharina Boenisch ★★★★★ vor einem Monat

    "Wohlfühlpraxis" mit ausschließlich freundlichen, kompetenten Mitarbeiterinnen! Frau Dr. Maehle ist vertrauenerweckend und einfühlsam. Sie nimmt sich viel Zeit für Gespräch, Diagnostik und Beratung. Dank ihrer Therapie hat sich … Mehr meine Lebensqualität um 100% erhöht. Vielen herzlichen Dank!

    Avatar Bernd Kraus ★★★★★ vor 2 Monaten

    Sehr kompetente Beratung in angenehmer Atmosphäre.

    Avatar Aliya K. ★★★★★ vor 2 Monaten

    the doctor is very empathic, listening to your concerns and answering all your questions. The doctor and the staff is very calm and very supportive.
    ------------------------------------------------------------------------------------------
    … Mehr
    Der Arzt ist sehr einfühlsam, hört sich Ihre Anliegen an und beantwortet alle Ihre Fragen. Die Atmosphäre im Sprechzimmer und an der Rezeption ist sehr ruhig und unterstützend.

    Avatar Eric Hellwig ★★★★★ vor 4 Monaten

    Kompetent, freundlich und Patientenorientiert.

logo neuropraxis günwald weiss

Wir schalten Epilepsie Ängste ab

Dr. Maehle Neurologie München
Dr. Maehle führt einen Alzheimer Test durch

Epilepsie-Therapie
in München

In unserer neurologischen Privatpraxis in München klären wir Epilepsie mit Erfahrung, Struktur und Blick für Kontrolle und Alltag.
Ein Anfall ist kein Ereignis, das man einfach abhakt. Er stellt infrage, wie stabil Kontrolle im Alltag wirklich ist und wie sicher Entscheidungen bleiben. Genau deshalb reicht es nicht, Anfälle zu dokumentieren – ihr Verlauf muss geführt werden, vom ersten Ereignis an bis zu stabiler Kontrolle.


KERNPUNKT
Epilepsie entscheidet sich nicht am Anfall –
sondern daran, wer den Verlauf kontrolliert.
Wir übernehmen diese Führung. Wir beobachten nicht nur – wir greifen ein. Unser Blick richtet sich nicht auf den einzelnen Anfall, sondern auf den Verlauf: Anfallsmuster sicher einordnen, Häufigkeiten konsequent senken, idealerweise bis zur stabilen Anfallsfreiheit.
Moderne Therapien erlauben heute bei vielen Betroffenen eine verlässliche Kontrolle über lange Zeit. In einer Privatpraxis lassen sich diese Möglichkeiten besonders konsequent nutzen: mit Zeit für präzise Einordnung, flexibler Therapie und enger ärztlicher Betreuung.
Neurologie, die wirklich versteht, heißt: Kontrolle wieder effektiv gewinnen.

Gehen Sie Ihren richtigen Schritt.

Einfach Termin online buchen.

Neuro Check

Fundierte Diagnostik für eine präzise Epilepsie-Behandlung

  • Umfassende Anamnese: Erfassung Ihrer Krankengeschichte zur Identifikation individueller Faktoren
  • Neurologische Spezialuntersuchungen: EMG- und EEG-Tests zur präzisen Analyse Ihrer Nervenfunktionen
  • Personalisierter Therapieansatz: Entwicklung eines für Sie maßgeschneiderten Therapieplans

Medikation

Gezielte medikamentöse Behandlung für Ihre Sicherheit

  • Wissenschaftlich fundierte Medikation: Einsatz antiepileptischer Medikamente, abgestimmt auf Ihre Bedürfnisse
  • Alternative Therapien: Integration von alternativer Therapie wie Osteopathie, Akupunktur, Homöopathie
  • Langfristige Anfallskontrolle: Anpassungen der Therapie zur dauerhaften Reduktion der Anfälle

Ernährungs Management

Ernährungsoptimierung für Ihre Gesundheit und Lebensqualität

  • Gezielte Ernährungsberatung: Anpassung Ihrer Ernährung zur Unterstützung Ihrer Epilepsie-Situation
  • Nachhaltige Gesundheitsoptimierung: Langfristige Änderungen für eine stabile Gesundheit und verbesserte Lebensqualität

Wir verstehen Epilepsie richtig

Der Alltag wirkt stabil – bis ein Moment aus der Normalität kippt. Sekunden oder Minuten genügen, und Bewusstsein, Bewegung oder Wahrnehmung entgleisen. Situationen, Wege und Entscheidungen verlieren ihre Verlässlichkeit. War das ein einmaliger Anfall – oder Epilepsie?


KERNPUNKT
Epilepsie bedeutet nicht nur Anfälle –
sondern Kontrollverlust.

Entscheidend ist nicht der einzelne Anfall. Entscheidend ist, ob er einmalig bleibt – oder Ausdruck einer Epilepsie ist, die wiederkehrt. Bei Verdacht braucht es klare neurologische Abklärung; bei gesicherter Diagnose Kontrolle: Anfälle reduzieren, Risiken im Alltag begrenzen.

Genau hier beginnt neurologische Führung. Sie klärt, welche Form der Epilepsie vorliegt, welche Auslöser eine Rolle spielen und welche Behandlung nötig ist, damit Anfälle möglichst selten werden und der Alltag wieder berechenbar bleibt.

Lassen Sie uns klären –
wie es für Sie richtig weitergeht.

Epilepsie Expertin in München

Frau Dr. Meike Maehle bietet mit ihrer Expertise eine individuell angepasste Behandlung und begleitet Sie durch alle Phasen der Erkrankung. Sie setzt auf moderne Diagnostik und innovative Therapien, ergänzt durch alternative Verfahren, um eine ganzheitliche Betreuung zu gewährleisten.

Dr. Meike Maehle
| Neurologie München

Epilepsie Symptome richtig verstehen

Der Anfall ist ein Ereignis, nicht der Bruch

Wenn Wahrnehmung, Denken und Körpergefühl leise aus der Spur geraten

Das hören wir von unseren Patienten häufig: Epilepsie wird meist an dem Moment festgemacht, in dem etwas sichtbar entgleist – am Sturz, an den Krämpfen, am Bewusstseinsverlust. Doch wer Epilepsie so versteht, versteht sie zu spät.

Der Anfall ist nicht der Anfang, sondern der Punkt, an dem ein längerer Prozess sichtbar wird. Für viele beginnt Epilepsie nicht laut oder dramatisch, sondern leise – als schleichender Verlust von Selbstverständlichkeit.

Was sich zuerst verändert, ist nicht der Körper, sondern die eigene Wahrnehmung. Dinge, die sonst automatisch funktionieren, geraten aus dem Takt. Die Welt wirkt gleich – und fühlt sich doch nicht mehr zuverlässig an.

Der Moment, in dem Vertrautes fremd wird

Frühe epileptische Symptome – erste Anzeichen eines Anfalls

Viele Betroffene berichten rückblickend von Situationen, die sie damals nicht ernst genommen haben. Ein Geruch taucht auf, ohne dass es eine Quelle gibt – verbrannt, chemisch, süßlich. Ein Geschmack legt sich auf den Mund, metallisch oder bitter, obwohl nichts gegessen wurde. Solche Wahrnehmungen verschwinden oft nach Sekunden oder Minuten wieder, gerade schnell genug, um sie als Zufall abzutun.

KERNPUNKT
Frühe Warnzeichen? Ungewöhnliche Gerüche oder Déjà-vu-Momente.
Auch plötzliches Kribbeln kann ein frühes Signal sein.

Hinzu kommen Phänomene, die schwer zu beschreiben sind, aber tief verunsichern. Ein Déjà-vu, das sich nicht wie Erinnerung anfühlt, sondern wie eine Wiederholung, die zu stark ist. Oder das Gegenteil: Jamais-vu, bei dem Vertrautes plötzlich fremd wirkt, als hätte es seine emotionale Verankerung verloren.

Dazu kommen körperliche Anzeichen, die häufig den Beginn eines fokalen Anfalls markieren: ein epigastrisches Aufsteigen im Bauch, Druck oder Ziehen, Kribbeln, Taubheit, Hitze- oder Kältewellen. Andere spüren hingegen kurze motorische Unsicherheit – ein Schritt, der nicht sauber sitzt, eine Bewegung, die nicht greift.

Diese frühen Symptome treten oft ohne äußeren Anlass auf. Sie kommen im Alltag: beim Arbeiten, im Gespräch, auf vertrauten Wegen. Sie sind nicht spektakulär. Und genau deshalb werden sie erklärt statt erkannt.

Wenn Aufmerksamkeit und Denken instabil werden

Kognitive epileptische Symptome vor und während eines fokalen Anfalls

Mit der Zeit bleiben die Verschiebungen nicht auf die Wahrnehmung beschränkt. Denken und Aufmerksamkeit geraten ins Wanken. Konzentration bricht ab, ohne dass klar wäre, warum. Gedanken verlangsamen sich, verlieren ihren Faden. Kurze Gedächtnislücken entstehen.

KERNPUNKT
Gedanken reißen ab. Konzentration bricht weg.
Zeitgefühl verändert sich.

Reaktionen kommen verzögert. Zeit verliert ihre Ordnung: Sekunden dehnen sich, Abläufe stauchen sich. Viele beschreiben diesen Zustand als Benommenheit oder als Gefühl, „neben sich zu stehen“. Nicht abwesend, aber auch nicht ganz präsent.

Emotionale Symptome gehören ebenfalls zu frühen fokalen Anfallszeichen: plötzliche Angst, Beklemmung, innere Unruhe oder eine kurze Euphorie ohne Anlass. Gefühle lösen sich von ihrem Kontext – ein weiteres Zeichen, dass ein Anfall beginnt.

Wenn Körper und Steuerung nicht mehr synchron sind

Sensorische, motorische und autonome Symptome bei fokalen epileptischen Anfällen

Epileptische Symptome zeigen sich oft dort, wo Bewegung sonst automatisch ist. Manche spüren ein Ziehen, Drücken oder Aufsteigen im Bauch – ein epigastrisches Gefühl, das schwer einzuordnen ist. Auch Kribbeln, Missempfindungen, Taubheit oder Hitze- und Kältewellen in einzelnen Körperregionen können hinzukommen.

Parallel dazu verändern sich sensorische Signale: Geräusche verzerren, wirken zu laut oder zu leise. Stimmen klingen fremd oder gedämpft. Farben verlieren Tiefe oder kippen für Sekunden ins Unwirkliche.

In weiter fortgeschrittenen Phasen zeigen sich automatische Handlungen. Hände beginnen zu nesteln, Lippen bewegen sich, Bewegungen wiederholen sich, ohne bewusst gesteuert zu werden. Gleichzeitig verändert sich das Zeitgefühl. Und Wahrnehmung, Denken und Bewegung laufen nicht mehr synchron.

Wenn das Erleben abreißt

Generalisierter epileptischer Anfall mit Bewusstseinsverlust

Manchmal bleibt es bei diesen Verschiebungen. Manchmal nicht. Dann kommt es zum abrupten Abbruch des Erlebens.

Das Bewusstsein geht verloren, der Körper entzieht sich vollständig der Kontrolle. Stürze, tonische Verkrampfungen, klonische Zuckungen und unregelmäßige Atmung können auftreten. Für die Betroffenen selbst bleibt dieser Abschnitt leer. Er existiert nur als Lücke – gefüllt durch Berichte anderer.

KERNPUNKT
Plötzlicher Bewusstseinsverlust. Der Körper verkrampft.
Zuckungen setzen ein. Atmung ist unregelmäßig.

In diesem Moment übernimmt der Körper vollständig. Muskelgruppen spannen sich maximal an, Bewegungen entladen sich unkontrolliert, die koordinierende Steuerung bricht weg. Der Körper fällt, schlägt auf, stößt an – nicht aus Schwäche, sondern weil jede bewusste Kontrolle aufgehoben ist. Auch vegetative Funktionen sind beteiligt: Atmung kann aussetzen oder unregelmäßig werden, der Kreislauf reagiert.

Der lange Nachhall

Postiktale Symptome nach einem epileptischen Anfall

Die Symptome enden nicht mit dem Anfall. Müdigkeit breitet sich aus, Erschöpfung dominiert. Denken bleibt verlangsamt, Orientierung eingeschränkt. Manche wissen nicht sofort, wo sie sind oder was geschehen ist. Kopfschmerzen und Muskelkater sind häufig. Licht und Geräusche werden als unangenehm intensiv erlebt.

KERNPUNKT
Tiefe Erschöpfung. Verlangsamtes Denken.
Reize werden zu viel. Orientierung kehrt langsam zurück.

Viele beschreiben das Gefühl, weit weg gewesen zu sein – ohne zu wissen, wohin. Emotionale Leere oder Reizbarkeit können folgen. Erinnerungslücken bleiben. Diese postiktale Phase kann Minuten dauern, manchmal Stunden. Für manche ist sie belastender als der Anfall selbst, weil sie das Vertrauen in die eigene Stabilität weiter erschüttert.

Wann neurologische Abklärung sinnvoll wird

Der Moment, in dem Beobachtung zur Entscheidung wird

Klarheit ist kein Schlussstrich.
Sie ist der Beginn von Orientierung.

Wenn Erlebnisse wiederkehren, sich Wahrnehmung, Aufmerksamkeit oder Körpergefühl verändern oder Situationen im Alltag an Sicherheit verlieren, kann eine neurologische Einordnung helfen. Sie schafft Übersicht, ordnet Beobachtungen ein und unterstützt dabei, nächste Schritte ruhig und nachvollziehbar zu planen – ohne Vorfestlegung, ohne Druck.

Vereinbaren Sie jetzt Ihren Beratungstermin.

Das Hauptsymptom der Epilepsie sind wiederkehrende Anfälle. Die Symptome hängen jedoch von der Art des Anfalls ab.

Zu den Anzeichen und Symptomen von Anfällen gehören:

  • Vorübergehender Verlust des Bewusstseins oder der Wahrnehmung.
  • Unkontrollierte Muskelbewegungen, Muskelzuckungen, Verlust des Muskeltonus.
  • Leerer Blick oder „ins Leere starrender“ Blick.
  • Vorübergehende Verwirrung, verlangsamtes Denken, Probleme beim Sprechen und Verstehen.
  • Veränderungen des Hör-, Seh-, Geschmacks- und Geruchsvermögens, Taubheitsgefühle oder Kribbeln.
  • Probleme beim Sprechen oder Verstehen.
  • Magenverstimmung, Hitze- oder Kältewellen, Gänsehaut.
  • Lippenschmeicheln, Kaubewegungen, Reiben der Hände, Fingerbewegungen.
  • Psychische Symptome, einschließlich Angst, Furcht, Beklemmung
  • Schnellerer Herzschlag und/oder schnellere Atmung.

Die meisten Menschen mit Epilepsie neigen dazu, dieselbe Art von Anfällen zu erleiden, haben also bei jedem Anfall ähnliche Symptome.

Neuropraxis Grünwald Behandlungs-Schwerpunkte

Durch die Verbindung von Neurologie, Neuroorthopädie und Psychosomatik bieten wir Ihnen eine ganzheitliche Lösung, die gezielt auf Ihre individuellen Beschwerden eingeht.

Profitieren Sie von unseren umfassenden Behandlungen und diagnostischen Leistungen. Wir helfen Ihnen, Ihre Gesundheit nachhaltig zu verbessern.

Epilepsie Ursachen richtig verstehen

Wie Epilepsie wirklich beginnt

Warum ein Anfall das Ende einer langen Entwicklung ist, nicht ihr Anfang.
Ein wichtiger Aspekte für das richtige Verständnis von Epilepsie: Epilepsie beginnt nicht mit dem ersten Anfall. Sie beginnt in einem Moment, den niemand bemerkt – in einer Phase des Lebens, in der das Gehirn scheinbar mühelos arbeitet, Milliarden von Signalen sortiert, Erinnerungen speichert, Bewegungen koordiniert und innere Welten erschafft.
Während der Alltag weiterläuft, entfaltet sich im Inneren ein Prozess, der so leise und so unsichtbar voranschreitet, dass er erst sichtbar wird, wenn die elektrische Ordnung des Gehirns aus dem Gleichgewicht geraten ist.
KERNPUNKT
Ursache, nicht Ereignis: Der Anfall ist das Sichtbare –
die Instabilität beginnt vorher.
Im Zentrum dieser Entwicklung steht ein Prinzip, das so einfach klingt und doch so fragil ist: das Gleichgewicht zwischen Erregung und Hemmung.
Glutamat aktiviert, GABA bremst, Ionenkanäle öffnen und schließen sich in präzisen Mustern, und Milliarden von Neuronen folgen einem Rhythmus, der Stabilität erzeugt. Wenn dieses Gleichgewicht gestört wird – durch eine genetische Variante, eine strukturelle Veränderung, eine Entzündung oder eine Störung des Energiestoffwechsels – entsteht ein Zustand erhöhter Erregbarkeit.
Epilepsie ist deshalb keine einzelne Erkrankung, sondern die Geschichte einer elektrischen Überempfindlichkeit, die viele Ursachen haben kann – manche sichtbar, manche unsichtbar, manche angeboren, manche erworben, manche eindeutig, manche nur als Spur im elektrischen Verhalten des Gehirns erkennbar.

Die biologischen Ursachen – Genetik, Struktur, Immunologie

Wie Veranlagung, Gewebe und Immunsystem die elektrische Stabilität formen.
Die genetischen Ursachen gehören zu den tiefsten Schichten dieser Erkrankung. Manche Epilepsien entstehen durch Veränderungen in Genen, die Ionenkanäle steuern, Synapsen stabilisieren oder die neuronale Entwicklung formen. Diese Varianten verändern wie elektrische Signale fließen, wie schnell sie sich ausbreiten, wie zuverlässig sie gebremst werden.
Sie bedeuten nicht, dass Epilepsie unausweichlich ist – sie bedeuten, dass das Gehirn empfindlicher reagiert, dass seine elektrische Schwelle niedriger liegt, dass es auf Schlafmangel anders antwortet als ein Gehirn ohne diese Veranlagung.
KERNPUNKT
Genetik bestimmt nicht den Anfall –
sondern wie niedrig die elektrische Schwelle liegt.
Strukturelle Ursachen bilden eine zweite große Achse. Narbengewebe nach Kopfverletzungen, Schlaganfällen oder Operationen kann die elektrische Weiterleitung verändern, nicht weil es „defekt“ wäre, sondern weil es Signale anders verarbeitet.
KERNPUNKT
Narben stören Leitungen. Antikörper stören Schaltstellen –
beides erhöht Erregbarkeit.
Eine dritte Ebene bilden immunologische Ursachen. Autoimmunerkrankungen können Antikörper gegen Rezeptoren oder Ionenkanäle bilden. Diese Autoantikörper verändern die Erregbarkeit des Gehirns, oft schleichend, manchmal abrupt. In den letzten Jahren hat die Forschung gezeigt, dass viele zuvor „unklare“ Epilepsien in Wahrheit immunologisch getrieben sind.

Die systemischen Ursachen – Stoffwechsel, Energie, Interaktionen

Warum das Gehirn als energiehungriges Organ besonders verletzlich ist.
Auch metabolische Ursachen spielen eine Rolle: Störungen im Energiestoffwechsel, mitochondriale Erkrankungen oder seltene Stoffwechseldefekte können die neuronale Stabilität beeinträchtigen.
Das Gehirn ist ein Organ, das enorme Mengen Energie benötigt, um elektrische Muster zu erzeugen und zu kontrollieren. Wenn diese Versorgung gestört ist, reagiert es empfindlich – manchmal mit einer Übererregbarkeit, die sich erst unter Belastung zeigt, manchmal mit epileptischen Entladungen, die aus einem Energiemangel heraus entstehen.
KERNPUNKT
Störungen von Versorgung, Elektrolyten oder Stoffwechsel erhöhen die elektrische Empfindlichkeit.
Infektionen – viral, bakteriell, parasitär – können ebenfalls langfristige Veränderungen hinterlassen. Eine Enzephalitis kann Narbengewebe erzeugen, die elektrische Weiterleitung verändern oder immunologische Prozesse anstoßen, die Jahre später zu Epilepsie führen.
Epilepsie nach Infektion ist deshalb nicht die Folge des akuten Ereignisses, sondern der langfristigen Veränderungen, die es im Gehirn hinterlässt – Veränderungen, die oft erst sichtbar werden, wenn das Netzwerk seine Stabilität verliert.
Diese systemischen Ursachen zeigen, dass Epilepsie nicht nur im Gehirn entsteht, sondern auch in den Bedingungen, unter denen das Gehirn arbeiten muss – in seiner Energieversorgung, in seiner Immunantwort, in seiner Fähigkeit, Belastungen auszugleichen.

Frühe Diagnostik ist entscheidend

Wie moderne Medizin elektrische Stabilität wiederherstellen kann.
So vielfältig die Ursachen sind, so wichtig ist die Erkenntnis, die am Ende steht: Epilepsie ist behandelbar. Nicht immer heilbar, aber in den meisten Fällen kontrollierbar.
KERNPUNKT
Ursachenklärung schafft Handlungsfähigkeit: Sie macht aus Unsicherheit
eine Strategie zur Stabilisierung.
Moderne Medikamente stabilisieren die elektrische Aktivität, immunologische Therapien greifen in Entzündungsprozesse ein, Operationen können epileptische Herde entfernen, und neue Verfahren wie Neurostimulation oder ketogene Ernährung bieten zusätzliche Optionen.
Epilepsie ist kein endgültiger Zustand, sondern ein behandelbarer Prozess – und niemand sollte ihn ohne medizinische Begleitung tragen. Epilepsie ist kein persönliches Versagen. Sie ist eine Erkrankung des Gehirns, die verstanden, begleitet und behandelt werden kann. Und niemand muss sie allein bewältigen.

Aktuelle Forschung: Wo der Schwerpunkt heute liegt

Hin zu Subtypen, Netzwerklogik und früher Ursachenklärung
Die Epilepsie-Forschung richtet ihren Blick zunehmend weg von einer einzelnen Erklärung und hin zu einer präziseren Einordnung: Welche Ursache verschiebt im individuellen Fall die elektrische Stabilität, welche Netzwerke sind beteiligt, und wie früh lassen sich Muster erkennen, bevor sie sich im Alltag verfestigen.
KERNPUNKT
Im Mittelpunkt steht weniger „die Epilepsie“,
als die Frage: welche Ursache kippt welches Netzwerk – und wann.
Daraus ergeben sich Perspektiven, von denen man sich in Zukunft vor allem mehr Präzision erwartet:
  • frühere und feinere Subtypisierung über EEG-Muster und moderne Bildgebung
  • Genetik und molekulare Mechanismen als Grundlage personalisierter Therapieentscheidungen
  • Autoimmun- und Entzündungsmechanismen als gezielt behandelbare Ursachenräume
  • Netzwerk-Modelle und Neurostimulation als Ergänzung zur medikamentösen Stabilisierung
  • mehr Vorhersagbarkeit im Verlauf statt reines Reagieren auf Ereignisse
Diese Sichtweise verschiebt den Fokus: weg vom einzelnen Anfall als Zentrum der Aufmerksamkeit – hin zu einer Ursachen- und Verlaufsperspektive, die Stabilität früher aufbaut und Therapie planbarer macht.

Wann neurologische Abklärung sinnvoll wird

Der Moment, in dem Ursachenklärung zur Zielsetzung wird

Klarheit ist kein Schlussstrich.
Sie ist der Beginn von Orientierung.

Wenn Epilepsie im Raum steht, braucht es Klarheit über Ursache, Anfallsform und Therapie. Ziel ist nicht bloß Kontrolle, sondern Stabilität: weniger Anfälle, weniger Risiko, möglichst Anfallsfreiheit.

Vereinbaren Sie jetzt Ihren Beratungstermin.

  • Frühgeburt oder niedriges Geburtsgewicht
  • Trauma während der Geburt (z. B. Sauerstoffmangel)
  • Krampfanfälle im ersten Lebensmonat
  • Abnorme Gehirnstrukturen bei der Geburt
  • Blutungen ins Gehirn
  • Abnorme Blutgefäße im Gehirn
  • Schwere Hirnverletzungen oder Sauerstoffmangel im Gehirn
  • Hirntumore
  • Infektionen des Gehirns wie Meningitis oder Enzephalitis
  • Schlaganfall infolge einer Verstopfung der Arterien
  • Zerebrale Lähmung
  • Geistige Behinderungen
  • Krampfanfälle, die innerhalb weniger Tage nach einer Kopfverletzung auftreten
  • Epilepsie oder fieberbedingte Anfälle in der Familiengeschichte
  • Alzheimer-Krankheit (im Spätstadium der Erkrankung)
  • Länger andauernde fieberbedingte (fiebrige) Anfälle
  • Alkohol- oder Drogenmissbrauch

Moderne neurologische Privatpraxis in München

In exklusiver Lage in Grünwald, im Süden Münchens, empfängt Sie unsere renommierte neurologische Privatpraxis im Ärztehaus Grünwald. Genießen Sie die Vorzüge eines modernen, barrierefreien Ambientes mit kostenfreien Parkplätzen in einer ansprechenden Umgebung.

Mehr zum Thema Epilepsie