Abbild eines Gehirns mit Schalter als Beispiel für Epilepsie Auslöser

Die 12 wichtige Epilepsie Auslöser!

Epilepsien sind chronische neurologische Erkrankungen, bei denen Cluster von Nervenzellen (Neuronen) im Gehirn manchmal abnormale Signale aussenden und Anfälle verursachen. Neuronen erzeugen normalerweise elektrische und chemische Signale, die auf andere Neuronen, Drüsen und Muskeln einwirken, um menschliche Gedanken, Gefühle und Handlungen zu erzeugen.

Während eines Anfalls feuern (signalisieren) viele Neuronen gleichzeitig – bis zu 500-mal pro Sekunde, viel schneller als normal. Diese übermäßige elektrische Aktivität, die gleichzeitig auftritt, verursacht unwillkürliche Bewegungen, Empfindungen, Emotionen und Verhaltensweisen, und die vorübergehende Störung der normalen Neuronen Aktivität kann zu einem Bewusstseinsverlust führen.

Epileptische Anfälle können medikamentös gut gesteuert und gemanaged werden. Dafür sollte man aber ein Verständnis dafür aufbauen, die Epilepsie Auslöser besser zu verstehen.

Die Epilepsie Risikofaktoren im Überblick

Fehlende Medikamente

Der häufigste Grund für einen Anfall ist das Vergessen der Einnahme der Antiepileptika oder das absichtliche Unterlassen der Einnahme. Lassen Sie daher niemals die Einnahme Ihrer Medikamente aus, egal aus welchem Grund, denn dadurch besteht die Gefahr, dass Sie einen Anfall bekommen, der schlimmer sein kann als normal.

Selbst wenn Sie es nur einmal vergessen, kann dies einen Anfall auslösen. Gewöhnen Sie sich bitte an eine Routine, um sicherzustellen, dass Sie Ihre Medikamente genau wie vorgeschrieben einnehmen.

Alkohol

Mäßiger Alkoholkonsum (ein bis zwei Gläser pro Tag) ist normalerweise in Ordnung. Ich raten jedoch davon ab, während der Einnahme von Antiepileptika Alkohol zu trinken, da dieser manchmal die Wirksamkeit der Medikamente beeinträchtigen kann.

Vermeiden Sie aber auf jeden Fall übermäßiges Trinken, da dies einen Anfall auslösen kann. Auch bei Personen, bei denen noch keine Epilepsie diagnostiziert wurde.

Freizeitdrogen

Viele Freizeitdrogen, darunter auch legale Highs, können die Gehirnchemie beeinflussen und möglicherweise einen Anfall auslösen. Da jeder Mensch auf jede Droge anders reagiert, kann man nicht im Voraus wissen, ob eine bestimmte Droge „sicher“ ist oder eben nicht.

Koffein

Hohe Konzentrationen von Koffein finden sich in vielen Energie- oder Sprudelgetränken, Koffeinshots und -pillen und sogar in frei verkäuflichen Erkältungs- und Grippemitteln.

Da Koffein ein Stimulans ist, kann es bei manchen Menschen Krampfanfälle auslösen.

Schlafmangel/ Müdigkeit

Dies ist einer der größten Auslöser für Anfälle. Menschen mit Epilepsie sollten generell keine Nachtschichten arbeiten, da dies zu Schlafproblemen führen kann, die Anfälle verstärken können.

Schaffen Sie sich eine gute Schlafroutine; vermeiden Sie Koffein am Abend.

Stress/ Angstzustände

Stress und Ängste können bei Menschen mit Epilepsie manchmal einen Anfall auslösen.

Dabei gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, Stress zu bekämpfen. Einfache Dinge wie ein Spaziergang, ein Treffen mit Freunden oder das Hören von Musik können Ihnen helfen, sich von einer stressigen Situation zu erholen. Auch Atemtechniken, Yoga oder Meditation können nützliche Hilfsmittel sein, um mit Stress umzugehen

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Wir freuen uns, von Ihnen zu hören und Ihnen helfen zu können.

Langeweile

Bei einer kleinen Zahl von Epilepsie-Patienten können Anfälle durch Langeweile oder Nichtstun ausgelöst werden.

Manche Menschen stellen fest, dass sie einen Anfall abwenden können, wenn sie sich beschäftigen oder sich ablenken.

Dehydrierung

Achten Sie darauf, dass Sie immer ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Dehydrierung kann die Wahrscheinlichkeit eines Anfalls erhöhen.

Dies ist besonders wichtig, wenn Sie Sport treiben. Das gilt auch, wenn es draußen heiß ist oder wenn Sie sich unwohl fühlen und erbrechen oder Durchfall haben.

Auslassen von Mahlzeiten

Ein niedriger Blutzuckerspiegel kann bei Menschen mit Epilepsie manchmal einen Anfall auslösen.Bei einer kleinen Zahl von Epilepsie-Patienten können Anfälle durch Langeweile oder Nichtstun ausgelöst werden.

Regelmäßige Mahlzeiten können dazu beitragen, dass Ihre Anfälle unter Kontrolle bleiben. Wenn Sie eine Diät zur Gewichtsreduzierung planen, sollten Sie unbedingt vorher mit mir reden.

Blinkendes/ flackerndes Licht

Nur etwa 3 % der Menschen mit Epilepsie sind lichtempfindlich, d.h. ihre Anfälle werden durch blinkendes oder flackerndes Licht ausgelöst.

Wenn Sie lichtempfindlich sind und plötzlich mit blinkendem oder flackerndem Licht konfrontiert werden, versuchen Sie, ein Auge mit einer Hand abzudecken, bevor Sie sich von der Lichtquelle abwenden oder den Fernseher oder ein anderes Gerät ausschalten.

Lebensmittel als Auslöser

Führen Sie einige Wochen lang neben Ihrem Anfalls-Tagebuch auch ein Ernährungstagebuch. So können Sie möglicherweise feststellen, welche Nahrungsmittel einen Anfall auslösen könnten.

Hormonelle Veränderungen

Manche Frauen haben zu einem bestimmten Zeitpunkt ihres Menstruationszyklus mehr Anfälle, da die monatlichen Hormonschwankungen die Wahrscheinlichkeit eines Anfalls erhöhen können.

Diese Schwankungen treten auch nach der Geburt und im Vorfeld der Menopause auf.

 

Epilepsie ist eine weitestgehend kontrollierbare Beschwerde. Aber man muss sie richtig behandeln und therapeutisch begleiten. Epilepsie verstehen wir sehr gut. Wir können helfen. Melden Sie sich doch bitte bei uns für einen Gesprächs-Termin. Gerne auch per Online-Buchung.

Ihre Dr. Meike Maehle
Neurologie München | Privatpraxis

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Dr. Meike Maehle

Ich bin Ihre Ansprechpartnerin bei der Vorbeugung, Diagnose und Therapie von körperlichen und seelischen Belastungen. Auch Ihre Zuhörerin und effektive Therapeutin. Dabei verbinde ich immer das Beste aus der aktuellsten Leitlinien-Medizin mit effektiven alternativen Verfahren.

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