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Datum

20. Juni 2022

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Schwangere Frau

Sie haben Epilepsie? Gibt es bei der Schwangerschaft etwas zu beachten?

Auch wenn das überraschen mag. Epilepsie ist eine der häufigsten Erkrankungen bei Frauen im reproduktiven Alter. Dabei haben Frauen, die an Epilepsie leiden während der Schwangerschaft große Ängste.

Die kann ich Ihnen sofort nehmen. Die überwältigende Mehrheit wird ein normales Kind bekommen. Auch wird die Schwangerschaft ihre Epilepsie nicht wesentlich beeinflussen.

Dennoch habe ich hier mal ein paar Überlegungen zu dem Thema Schwangerschaft und Epilepsie zusammengefasst.

Unsere Therapie bei Epilepsie

Was ist Epilepsie?

Epilepsie ist eine langfristige (chronische) Krankheit, die aufgrund abnormaler elektrischer Signale, die von geschädigten Gehirnzellen erzeugt werden, zu wiederholten Anfällen führt.

Ein Anfall wird durch einen Ausbruch unkontrollierter elektrischer Aktivität in den Gehirnzellen ausgelöst. Anfälle können zu Veränderungen des Bewusstseins, der Muskelkontrolle (die Muskeln können zucken oder zucken), der Empfindungen, der Gefühle und des Verhaltens führen.

Risiken von Epilepsie Attacken während der Schwangerschaft

Die Anfallshäufigkeit nimmt glücklicherweise bei der Mehrheit der Frauen während der Schwangerschaft ab. Auch ist es bekannt, dass Frauen, die in den 9 Monaten vor der Schwangerschaft krampffrei sind, mit hoher Wahrscheinlichkeit während der Schwangerschaft krampffrei bleiben!

Dennoch – das sollten Sie ehrlichkeitshalber wissen:

  • Bei 15% bis 30% der Frauen kommt es zu einem Anstieg der Anfallhäufigkeit. Meist im ersten oder dritten Trimester.
  • Die erhöhte Anfallhäufigkeit ist nicht vorhersagbar und hängt nicht von der jeweiligen Epilepsie-Ausprägung der werdenden Mutter ab. Selbst eine katamenische Epilepsie, d.h. Anfälle, die während des Menstruationszyklus auftreten, sagt nicht voraus, ob die Frau während der Schwangerschaft mehr Anfälle haben wird oder nicht.
  • Es wurden eine Reihe von Faktoren als mögliche Auslöser für diese Anfälle evaluiert, darunter Hormonveränderungen, Wasser- und Natriumretention, Stress und sinkende Blutspiegel antiepileptischer Medikamente.
  • Zu wenig Schlaf und die nicht vorschriftsrelevante Einnahme von Medikamenten sind möglicherweise die wichtigsten Faktoren, die Frauen mit Epilepsie kontrollieren können.
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Wir freuen uns, von Ihnen zu hören und Ihnen helfen zu können.

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Es gibt noch weitere Risiken während der Schwangerschaft

  • Krampfanfälle während der Schwangerschaft können Verletzungen oder Probleme für Mutter und Kind verursachen. Das Ausmaß der Risiken ist mit der Art der Anfälle verbunden.
  • Fokale (früher als partielle) Anfälle sind wahrscheinlich nicht so risikoreich wie generalisierte Anfälle.
  • Dennoch können fokale Anfälle sekundär generalisieren. Diese generalisierten Anfälle (insbesondere tonisch-klonische) bergen ein höheres Risiko für Mutter und Kind.
  • Zu diesen Risiken gehören Traumata durch Stürze oder Verbrennungen, ein erhöhtes Risiko für vorzeitige Wehen, Fehlgeburten und eine Senkung der fetalen Herzfrequenz.
  • Es ist von entscheidender Bedeutung, während der Schwangerschaft eine gute Anfallskontrolle zu erlangen und beizubehalten.

Das sollten Epilepsie Patientinnen während Ihrer Schwangerschaft beachten

  • Das Risiko schwerer Geburtsfehler wird insgesamt verringert, wenn Frauen vor dem Zeitpunkt des Neuralrohrverschlusses Anfang des ersten Trimesters Folat einnehmen.
  • Obwohl es bei Frauen mit Epilepsie nicht so schützend wirkt, sollte Folat täglich vor der Schwangerschaft eingenommen werden, da die meisten Frauen erst nach dem Zeitpunkt des Neuralrohrverschlusses (24-28 Tage nach der Empfängnis) wissen, dass sie schwanger sind.
  • Selen und Zink, die in einem Multivitaminpräparat mit Mineralien enthalten sind, können ebenfalls von gewissem Nutzen sein.
  • Vitamin K kann Frauen verabreicht werden, die im letzten Monat der Schwangerschaft enzyminduzierende AEDs einnehmen, um seltene Blutungskomplikationen beim Neugeborenen zu verhindern.

Was heißt das für Sie? Freuen Sie sich auf Ihr Kind und nehmen Sie mit mir Kontakt auf. Wir können helfen. Melden Sie sich doch bitte bei uns für einen Gesprächs-Termin. Gerne auch per Online-Buchung.

Ihre Dr. Meike Maehle
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