Karpaltunnel Syndrom München:
Therapie | Symptome | Ursachen |

Übersicht

Was ist das Karpaltunnel Syndrom

Das Karpaltunnelsyndrom tritt auf, wenn der Medianusnerv, der vom Unterarm in die Handfläche verläuft, am Handgelenk eingedrückt oder gequetscht wird.

Der Karpaltunnel – ein enger, starrer Durchgang aus Bändern und Knochen an der Handwurzel – beherbergt den Medianusnerv und die Sehnen, die die Finger beugen. Der Medianusnerv versorgt die Handflächenseite des Daumens sowie den Zeige-, Mittel- und einen Teil des Ringfingers (allerdings nicht den kleinen Finger) mit Gefühl. Er steuert auch einige kleine Muskeln an der Daumenwurzel.

Manchmal verengt eine Verdickung der Auskleidung von gereizten Sehnen oder eine andere Schwellung den Tunnel und drückt auf den Medianusnerv. Die Folge können Taubheitsgefühle, Schwäche und manchmal auch Schmerzen in der Hand und im Handgelenk sein (manche Menschen spüren auch Schmerzen im Unterarm und im Arm).

Bei den meisten Patienten verschlimmert sich das Karpaltunnel Syndrom mit der Zeit. Bleibt es zu lange unbehandelt, kann es zu dauerhaften Störungen der Hand führen, einschließlich Gefühlsverlust in den Fingern und Schwäche. Aus diesem Grund ist es wichtig, das Karpaltunnelsyndrom rechtzeitig zu diagnostizieren und zu behandeln.

Dr. Maehle führt einen Alzheimer Test durch

Unsere Karpaltunnel Syndrom Therapie

Das Ziel: Vermeidung einer Operation.

Bei leichteren Beschwerden oder im Anfangsstadium ist eine konservative Therapie erfolgsversprechend.

Schonung und Ruhigstellung – hierbei spielte eine Karpaltunnel Schiene eine wichtige Rolle – kann den Abbau von Reizungen, Schmerzen und Schwellungen oft sehr effektiv fördern. In vielen Fällen ist dadurch mittelfristig ein Abklingen der Beschwerden möglich.

Dieser Logik folgt unsere Behandlung:

Körper check

Es erfolgt eine intensive körperliche Untersuchung Ihrer Hand und Handgelenks. Dazu zählt das Drücken oder Klopfen entlang des Medianusnervs entlang Ihres Handgelenks, Ultraschall Untersuchungen und bei Bedarf weitere Diagnostiken.

Tinsel test

Ein einfacher, nicht-invasiver Test. Dabei wird ein Finger entlang des problematischen Nervs geklopft, was zu Kribbeln oder Schmerzen führen kann.

EMG UNtersuchung

Mit der EMG Untersuchung wird gemessen, wie gut Ihr Medianusnerv funktioniert, und ob zu viel Druck auf den Nerv ausgeübt wird. Darauf aufbauend erfolgt die Entscheidung, welche Übungen den Heilungsprozess unterstützen könnten.

Ultraschall

Ergänzend zur EMG Untersuchung liefert der Ultraschall vertiefende Informationen. Der Fokus bei der Ultraschall Untersuchung liegt darin, die eigentliche Form und Ausprägung der Kompression besser zu verstehen.

Karpaltunnel Syndrom Expertin | München

Dr. Meike Maehle | Ihre Spezialistin und Expertin für eine ganzheitliche Karpaltunnel Syndrom Behandlung.

Auf Basis meiner langjährigen Expertise definiere ich die jeweils geeignete Behandlung und begleite den Patienten entlang der Phasen der Erkrankung. Wir nutzen dabei sowohl für die Diagnostik wie auch Therapie moderne Techniken und Lösungen. Dort wo relevant auch mit Hilfe alternativer Verfahren.

Karpaltunnel Syndrom Symptome

Das Hauptsymptom des Karpaltunnel-Syndroms ist ein Taubheitsgefühl und/oder Kribbeln im Daumen, Zeige- und Mittelfinger sowie im ganzen oder halben Ringfinger (die dem Daumen am nächsten liegende Seite).

In den meisten Fällen des Karpaltunnelsyndroms tritt das Taubheitsgefühl/Kribbeln schleichend auf. Auch die Geschwindigkeit der Symptom-Verschlechterung kann von sehr allmählich bis hin zu ganz plötzlich auftretenden Symptomen reichen.

Bei leichter Ausprägung können die Symptome über Monate, sogar Jahre hinweg kommen und gehen, ohne sich zu verschlimmern. Die Symptome können tagsüber oder nachts auftreten und wieder verschwinden. Sie können je nach Tageszeit, Aktivität oder Position des Handgelenks variieren. So sind die Finger manchmal gefühllos, sich ein anderes Mal aber komplett normal anfühlen.

Wenn sich der Zustand verschlimmert, kann das Taubheitsgefühl dauerhaft werden. Nur in sehr seltenen Fällen werden die Muskeln an der Daumenbasis schwach, damit schrumpfen und damit sehr signifikante Auswirkungen mit sich ziehen.

Bei einigen Verletzungen, z.B. die Deformierung durch einen Bruch oder eine Verrenkung oder erhebliche innere Blutungen, kann das Karpaltunnelsyndrom schnell auftreten. Da der Druck in diesem Falls sehr rasch ansteigt, hat der Nerv keine Zeit, sich anzupassen. In diesen Fällen ist eine Operation meist der effektivere Behandlungsweg.

Zu den Symptomen des Karpaltunnelsyndroms können gehören:

  • Taubheitsgefühl, Kribbeln, Brennen und Schmerzen – vor allem im Daumen sowie im Zeige-, Mittel- und Ringfinger. Dadurch wachen die Betroffenen oft nachts auf.
  • Gelegentliche schockartige Empfindungen, die auf Daumen, Zeige-, Mittel- und Ringfinger ausstrahlen
  • Schmerzen oder Kribbeln, die über den Unterarm bis zur Schulter ziehen können
  • Schwäche und Ungeschicklichkeit in der Hand – dies kann es schwierig machen, feine Bewegungen wie das Zuknöpfen von Kleidung auszuführen
  • Fallenlassen von Gegenständen – aufgrund von Schwäche, Taubheit oder einem Verlust der Propriozeption (des Bewusstseins, wo sich die Hand im Raum befindet)

Neuropraxis Grünwald Behandlungs-Schwerpunkte

Durch die Verbindung von Neurologie, Neuroorthopädie und Psychosomatik zu einer ganzheitlichen Lösung können wir Ihnen effektiv bei unterschiedlichen Beschwerden zur Seite stehen. Lesen Sie mehr über unsere Behandlungen und therapeutischen, diagnostischen Leistungen. Wir können helfen.

Karpaltunnel Syndrom Ursachen

Die wahrscheinlichste Ursache des Karpaltunnelsyndroms ist ein zusätzlicher Druck auf den Medianusnerv am Handgelenk innerhalb des Tunnels. Dieser zusätzliche Druck kann von einer Schwellung (Entzündung) des Tunnelinhalts herrühren.

Selbst das Schließen einer festen Faust oder das Halten des Handgelenks in gebeugter oder gestreckter Position kann den Druck auf den Medianusnerv erhöhen. Eine längere oder konstante Faust oder Beugung (z.B. im Schlaf, beim Lesen eines Buches oder bei anderen Tätigkeiten) kann genug Druck ausüben, um das Taubheitsgefühl zu verursachen.

Vor Allem aber repetitive Tätigkeiten am Arbeitsplatz mit starkem oder wiederholtem Greifen oder Vibrationen können die Symptome hervorrufen bzw. verstärken. Es ist jedoch kompliziert festzustellen, ob die Arbeitstätigkeit die Hauptursache für die Symptome ist oder ob die Arbeit nur zufällig eine bereits bestehende (nicht arbeitsbedingte) Erkrankung verschlimmert.

Obwohl die genauen Ursachen des Karpaltunnelsyndroms somit in der Regel nicht bekannt sind und von der persönlichen Anatomie des Patienten abhängen, gibt es viele Faktoren, die zu dem erhöhten Druck oder der Entzündung beitragen können, darunter:

  • Rheumatoide Arthritis
  • Gicht
  • Amyloidose
  • Infektionen
  • Psoriasis-Arthritis (Schuppenflechte)
  • Arthritische Sporne an den Handwurzelknochen
  • Tumore
  • Ganglionzysten
  • Handgelenksfraktur oder Verrenkung des Handgelenks
  • Sich wiederholende Bewegungen bei der Arbeit oder zu Hause

Zudem gibt es gewissen Faktoren, die Ihre persönliche Karpaltunnelsyndrom Wahrscheinlichkeit beeinflussen:

  • Frauen erkranken häufiger an einem Karpaltunnelsyndrom als Männer
  • Mit zunehmendem Alter erhöht sich die Wahrscheinlichkeit
  • Fettleibigkeit, Diabetes, Alkoholabhängigkeit und Fibromyalgie können Auslöser sein
  • Während der Schwangerschaft können hormonelle Veränderungen und zusätzliche Flüssigkeitseinlagerungen zu Schwellungen und Druck auf den Tunnel führen
Die meisten Fälle des Karpaltunnelsyndroms werden durch eine Kombination von Faktoren verursacht. Studien zeigen, dass Frauen und ältere Menschen eher an der Krankheit erkranken.

Weitere Risikofaktoren für das Karpaltunnelsyndrom sind:

  • Vererbung. Dies ist wahrscheinlich ein wichtiger Faktor. Der Karpaltunnel kann bei manchen Menschen von Natur aus kleiner sein, oder es können anatomische Unterschiede bestehen, die den Raum für den Nerv verändern – und diese Merkmale können in der Familie vorkommen.
  • Wiederholter Gebrauch der Hand. Die Wiederholung derselben Hand- und Handgelenksbewegungen oder -tätigkeiten über einen längeren Zeitraum kann die Sehnen im Handgelenk verschlimmern und Schwellungen verursachen, die Druck auf den Nerv ausüben.
  • Haltung der Hand und des Handgelenks. Tätigkeiten, die eine extreme Beugung oder Streckung der Hand und des Handgelenks über einen längeren Zeitraum beinhalten, können den Druck auf den Nerv erhöhen.
  • Schwangerschaft. Hormonelle Veränderungen während der Schwangerschaft können zu Schwellungen führen, die Druck auf den Nerv ausüben.
  • Gesundheitszustände. Diabetes, rheumatoide Arthritis und ein Ungleichgewicht der Schilddrüse sind Erkrankungen, die mit dem Karpaltunnelsyndrom in Verbindung gebracht werden.

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Neuro Magazin