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Datum

20. Juni 2022

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Cannabis CBD Öl Flasche

Hilft Cannabis bei Parkinson?

Cannabis ist die weltweit am weitesten verbreitete Freizeitdroge, die auch medizinisch zur Behandlung oder zum Management verschiedener Krankheiten, einschließlich chronischer Schmerzen, verwendet wird.

Ist die Nutzung von Cannabis somit eine sinnvolle Alternative zur Therapie von Parkinson? Was sind die Vorteile, aber auch die Gefahren? Genau darum geht es in diesem kurzen Artikel.

Unsere Behandlung bei Parkinson

Was ist CBD-Öl?

Medizinischer Cannabis wird häufig als Cannabidiol (CBD)-Öl verkauft. Es ist ein wichtiges Cannabinoid aus der Hanfpflanze. CBD-Öl enthält jedoch normalerweise kein Tetrahydrocannabinol (THC), die wichtigste psychoaktive Substanz von Cannabis.

Ist der Einsatz von CBD-Öl bei Parkinson sinnvoll?

Die Parkinson-Krankheit äußert sich klinisch als Dyskinesie (Bewegungs-Störung), Ruhetremor, Bradykinesie (langsame Bewegungen), Dystonie (Muskelsteifheit, einschließlich der Gesichtsmuskeln), gebückte Haltung, Sabbern, sexuelle und harntreibende Funktionsstörungen und in einigen Fällen psychiatrische Symptome wie Psychose, Demenz und Depression.

Das Gehirn weist eine große Anzahl von Cannabinoidrezeptoren an verschiedenen Stellen auf, wie z.B. den G-Protein-gekoppelten Rezeptor GPR6 in den Basalganglien (ein wichtiger Teil des Gehirns, der von Parkinson betroffen ist). Studien, in denen die orale Einnahme von CBD-Öl (und das Rauchen von Cannabis) bei der Behandlung von Parkinson-Symptomen untersucht wurde, haben im Allgemeinen positive Ergebnisse gezeigt.

Eine Beobachtungsstudie berichtete über eine rasche Linderung der Parkinson-Symptome (einschließlich Bradykinesie und Tremor) nach Inhalation von Cannabisrauch (CBD + THC) bei etwa 79 % der Patienten (von 28). In einer anderen Studie zeigten 56 % einer kleinen Patientenkohorte eine Verbesserung der Stimmung und der Schlafprobleme.

In einer größeren Studie mit 339 tschechischen Parkinson-Patienten, die routinemäßig Cannabisblätter oral einnahmen (CBD + THC), kam es zu einer signifikanten Verbesserung des Ruhetremors, der Bradykinesie und der Steifigkeit bei insgesamt geringen oder keinen Nebenwirkungen. Die Symptome verbesserten sich insbesondere bei Patienten, die Cannabis, seit mehr als 3 Monaten oder länger konsumierten.

Unsere Therapie bei Parkinson
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Hat Cannabis auch Risiken?

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass tendenziell positive Ergebnisse erzielt werden können. Auch wenn diese definitiv nicht bei allen Patienten auftreten muss. Wie aber bei allen aktiven Wirkstoffen gibt es eben auch einige Nebenwirkungen – die zu beachten sind.

  • Wenn Sie sich für die Verwendung von Cannabis entschieden haben, dann bitte nur unter medizinischer Betreuung. CBD kann Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten aufweisen oder Nebenwirkungen verursachen, die Ihre Parkinson-Behandlung beeinflussen kann.
  • Behandeln Sie Cannabisprodukte so, wie Sie jedes neue Medikament behandeln würden. Beginnen Sie immer mit einer niedrigen Dosis und gehen Sie langsam hoch.
  • Ziehen Sie bei Schmerzen in einem bestimmten Bereich Cremes oder Pflaster in Betracht, um allgemeine Nebenwirkungen zu verringern.
  • Seien Sie vorsichtig bei der Einnahme von essbaren Produkten, da sie verzögerte Nebenwirkungen und eine erhöhte Toxizität haben können.

Ist damit die ursprüngliche Euphorie in Hinsicht auf die Cannabis Freigabe verflogen? Nein. Aber wie immer. Es ist immer eine Frage des Wies und für wen ist diese Therapie auch wirklich geeignet. Wir können helfen. Melden Sie sich doch bitte bei uns für einen Gesprächs-Termin. Gerne auch per Online-Buchung.

Ihre Dr. Meike Maehle
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