Burn Out

Emotionale Erschöpfung

Burnout ist keine Krankheit, sondern vielmehr ein psychischer und physischer Gefühlszustand und kommt aus dem Englischen: Burn = brennen, Burnout = ausbrennen.

Der Begriff wurde 1970 von dem New Yorker Psychotherapeuten Herbert Freudenberger geprägt, der sich, nach einer Zeit der totalen Überarbeitung, ausgelaugt, erschöpft, eben ausgebrannt fühlte und an einen Punkt kam, an dem gar nichts mehr funktionierte.

Burnout ist, wie bereits erwähnt, keine medizinische Diagnose und es gibt auch keine eindeutig definierten Anzeichen dafür. Viele der Symptome überschneiden sich mit anderen Krankheiten – beispielsweise einer Depression – oder entsprechen einem Gefühlszustand, der auf besondere Situationen zurückzuführen ist – beispielsweise eine Überlastung im Beruf, eine Trennung oder einen Todesfall.

Wie wird Burnout definiert?

Unter dem Begriff Burn-out-Syndrom versteht man einen Zustand totaler körperlicher, emotionaler und geistiger Erschöpfung sowie verringerter Leistungsfähigkeit. Übersetzt bedeutet der aus dem Englischen stammende Begriff Burnout so viel wie «Ausbrennen». Personen mit Burnout fühlen sich extrem erschöpft und häufig innerlich leer.

Häufigkeit

Schätzungen zufolge sind etwa 10 Prozent aller Arbeitnehmer, die in Risikoberufsgruppen arbeiten, vom Burn-out-Syndrom betroffen. 20 bis 30 Prozent aller Personen in solchen Berufen sollen gefährdet sein, am Burn-out-Syndrom zu erkranken.Da es bislang jedoch aus wissenschaftlicher Sicht keine Klarheit darüber besteht, wie genau sich ein Burnout-Syndrom definiert, lassen sich auch keine klaren Aussagen über die Häufigkeit treffen. Selbst wenn in den Medien immer wieder teils beeindruckende Zahlen verbreitet werden: Zuverlässige Zahlen gibt es im Grunde nicht.

Was sind die Ursachen von Burnout?

Die Ursachen des Burn-out-Syndroms sind vielfältig und können stark variieren. Meist spielen starke Belastungen verschiedener Art beziehungsweise über lange Zeit andauernder Stress in Beruf oder Familie eine Rolle. Insbesondere, wenn gleichzeitig die eigene Leistung nicht oder nur wenig anerkannt wird und der Betroffene Stress für sich ungünstig bewältigt. Von Burn-out Betroffene achten nicht genug darauf, sich Phasen der Ruhe und Entspannung zu gönnen und verdrängen über lange Zeit Warnsignale des Körpers.

Für die Therapie des Burn-out-Syndroms ist es wichtig, dass Betroffene selbst erkennen, dass sie Hilfe benötigen und diese auch für sich annehmen. Langfristig ist es für sie notwendig, bisherige Verhaltensmuster und Gewohnheiten zu ändern und Wert auf eine gesunde Lebensweise zu legen. Betroffene müssen lernen, eigene Bedürfnisse zu erkennen und beachten. Beruflicher Alltag und Entspannung müssen in Balance gelangen.

Wer sich frühzeitig Hilfe sucht und aktiv an der Therapie mitarbeitet, hat gute Aussichten auf eine Besserung des Burn-out-Syndroms.

Was unterscheidet Burnout von einer Depression?

Bestimmte Symptome, die als typisch für Burnout gelten, treten auch bei Depressionen auf. Diese schließen ein;

  • Extreme Erschöpfung,
  • Sich schlecht fühlen und
  • Reduzierte Leistung.

Da die Symptome ähnlich sind, kann bei manchen Menschen Burnout diagnostiziert werden, obwohl sie wirklich Depressionen haben. Die Menschen sollten also sehr darauf achten, dass Burnout nicht zu schnell (selbst) diagnostiziert wird. Dies kann zu einer falschen und fehlgeleiteten Behandlung führen. Beispielsweise kann jemand mit Depressionen geraten werden, längere Ferien oder Freizeit zu nehmen. Menschen, die aufgrund der Arbeit „nur“ erschöpft sind, können sich erholen, wenn sie diesem Rat folgen. Aber wenn Menschen mit Depressionen das tun, könnte dies die Situation sogar verschlimmern, da die Art der Hilfe, die sie benötigen, sehr unterschiedlich ist, z. B. psychologische Behandlung oder Medikamente.

Einige Merkmale von Burnout sind jedoch sehr spezifisch. Zum Beispiel sind die meisten Probleme beim Burnout arbeitsbedingt. In Depressionen beziehen sich negative Gedanken und Gefühle nicht nur auf die Arbeit, sondern auf alle Lebensbereiche. Andere typische Symptome einer Depression sind

  • Geringes Selbstwertgefühl
  • Hoffnungslosigkeit und
  • Suizidale Tendenzen

Diese werden nicht als typische Symptome von Burnout angesehen. Menschen mit Burnout leiden nicht immer unter Depressionen. Aber Burnout kann das Risiko erhöhen, dass jemand Depressionen bekommt.

Es ist also sehr ratsam, sich bei ersten Symptomen sofort mit einem Spezialisten für Burnout und Depressionen zusammen zu setzen.

Burnout beginnt meist schleichend und entwickelt sich über Jahre hinweg als Reaktion auf andauernde Belastungen im beruflichen Alltag. Bei der Entwicklung spielen die Arbeitssituation und die persönlichen Merkmale eine wichtige Rolle. Eine hohe Arbeitsbelastung, Zeit- und Erfolgsdruck sowie geringe soziale Unterstützung gehören in Kombination mit individuellen Risikofaktoren wie Perfektionsstreben und übersteigertem Leistungswillen zu den typischen Auslösern. Ändert der Betroffene sein Verhalten nicht, mündet der Burnout oft in eine Depression, Suchterkrankung oder Angststörung.

Die 10 Anzeichen, dass es sich um einen Burnout handeln kann?

  1. Erschöpfung
  2. Geringe generelle Motivation
  3. Ein hohes Maß an Frustrationen und negativen Stimmungen
  4. Kognitive Probleme
  5. Geringe Performance bei der Arbeit
  6. Zwischenmenschliche Probleme zu Hause und/ oder bei der Arbeit
  7. Eine Tendenz, sich selbst zu Vernachlässigen
  8. Eine zu starke Betonung von Arbeitsthemen auch in der Freizeit
  9. Ein generelles Gefühl von Unzufriedenheit
  10. Gesundheitliche Probleme

Weitere Informationen

Burnout Selbsttest
www.burn-out-syndrom.org

Burn Out Test auf Focus
www.focus.de

Burnout Selbsthilfegruppe München
www.yourway2life.de

Burnout Selbsthilfe Gruppe in München
www.ausgebrannt-muenchen.de

Vertrauensvolle Unterstützung bei Burnout Themen in München und Umgebung – Dr. Meike Maehle

Langjährige Erfahrung und die Leidenschaft für die Tätigkeit als Ärztin und Neurologin biete ich Ihnen in meiner Praxis gerne für Ihre Gesundheitsfürsorge zur Behandlung und Betreuung auch gerade dann, wenn Sie Hilfe brauchen.

Denn genau darum geht es in dem Fall. Hilfe zu bekommen dabei, erst einmal körperliche Beschwerden abzuchecken. Hilfe dahingehend zu erhalten, ob es sich um tatsächlich um Burnout Beschwerden handelt oder möglicherweise eine akute Depression vorliegt. Denn in beiden Fällen unterscheidet sich die Therapie deutlich voneinander.

Ich biete Ihnen Antworten auf Ihre medizinischen Fragen, erläutere Ihnen die individuell zu Ihrer Situation passenden Behandlungsmethoden zur Verbesserung Ihrer Beschwerden und unterstütze Sie durch unterschiedliche therapeutische und möglicherweise auch medikamentöser Therapien dahingehend Ihren Weg zurück zu einer besseren Lebensqualität zu erreichen.

Nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf. Ich freue mich auf unser Gespräch.

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