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Datum

13. September 2022

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Der Covid Virus wird dargestellt

Ausgelöst durch COVID gibt es mehr CFS Fälle – stimmt das?

COVID – schwächt sich zunehmend ab. Dennoch ist das Thema noch in aller Munde. Nicht nur aufgrund der unmittelbaren Probleme und Auswirkungen auf unsere Gesellschaft. Sondern auch, weil immer mehr Berichte über langwirkende Auswirkungen der Erkrankungen bei ehemaligen Betroffenen an das Tageslicht geraten. Dabei fällt der Begriff Long-COVID. Aber auch der Satz „COVID als Auslöser von Chronic Fatigue“ macht die Runde.

Lassen Sie mich kurz darüber reden. Ob das stimmt und was es bedeutet?

Was ist Long-COVID?

Die meisten Menschen mit COVID 19 erholen sich innerhalb weniger Wochen vollständig. Bei einigen können die Symptome jedoch noch Wochen oder Monate nach der Diagnose auftreten. Dies wird als „Long-COVID“ oder „Zustand nach COVID 19“ bezeichnet.

Von Long-COVID wird in der Regel ausgegangen, wenn die Symptome länger als 4 Wochen nach der Erstinfektion anhalten. Zu diesen Symptomen können gehören:

  • Kurzatmigkeit, Herzklopfen, Schmerzen oder Engegefühl in der Brust
  • Probleme mit dem Gedächtnis und der Konzentration
  • Veränderungen von Geschmack und Geruch
  • Gelenk- und Muskelschmerzen

Es gibt aber auch zunehmend beunruhigende Berichte darüber, dass viele Menschen über Beschwerden wie Müdigkeit, Gelenkschmerzen, Atembeschwerden und Problemen beim Denken oder Konzentrieren. Alles Faktoren, die es Ihnen schwer macht, in ihr gewohntes Leben zurückkehren zu können.

Solche Symptome sind mir sehr gut bekannt. Sie ähneln stark den Empfindungen, die Patienten mir durch das myalgischer Enzephalomyelitis/ chronischem Müdigkeitssyndrom oder ME/CFS schmerzlich vertraut sind.

Unser Long COVID Neuro Check

Was ist das Chronic Fatigue Syndrom?

Während früher CFS eine umstrittene Diagnose war, wird es heute als medizinische Erkrankung anerkannt.

Das chronische Erschöpfungssyndrom (CFS) ist im Kern eine Erkrankung, die durch extreme Müdigkeit oder Erschöpfung gekennzeichnet ist. Die zudem durch Ruhe nicht verschwindet und nicht durch eine medizinische Grunderkrankung erklärt werden kann.

Die Ursachen von CFS sind noch nicht vollständig geklärt. Einige Theorien gehen von einer viralen Infektion, psychischem Stress oder einer Kombination von Faktoren aus. Da keine einzelne Ursache gefunden wurde und viele andere Erkrankungen ähnliche Symptome hervorrufen, kann die Diagnose von CFS schwierig sein. Es gibt daher auch keine Tests im eigentlichen Sinne für CFS.

Wenn ich an das Thema herangehe, dann fokussiere ich z.B. zuerst darauf, andere Ursachen für die Müdigkeit auszuschließen. Dann evaluiere ich mögliche psychologische Faktoren, die eventuell Begründung für die depressionsähnlichen Verhaltensweisen der Patienten sein könnten.

Und gehe durch eine ganzheitliche psychosomatische Checkliste. Am Ende ergibt sich daraus ein recht klares Bild, ob oder ob nicht die Diagnose CFS gestellt werden muss.

CFS kann dabei jeden treffen, obwohl es am häufigsten bei Frauen in den 40er und 50er Jahren auftritt. Es gibt derzeit keine Heilung, aber eine Behandlung kann die Symptome lindern.

Unser Therapie bei Chronic Fatigue Syndrom
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Worin besteht die Verbindung zwischen Chronic Fatigue und COVID?

Ganz klar ist das noch nicht. Aber, die neuroimmunologische Erkrankung Myalgische Enzephalomyelitis (ME), die mittlerweile mehr als das Chronisches Fatigue-Syndrome (CFS) bezeichnet wird, entsteht häufig durch eine Virusinfektion als Stressauslöser.

So sorgt eine überschießende Immunabwehr – durch eine Virusinfektion – vereinfacht gesagt zu einem chemischen Ungleichgewicht im Körper. Genauer gibt es Beobachtungen, wonach der Sauerstoffgehalt im Körper außer Balance gerät, dadurch kommt es zu oxidativem und nitrosativem Stress, der Körperzellen erheblich schädigen kann. Ein Stressfaktor, der wiederum der Trigger sein und dann bei machen Personen zu der bekannten Reaktion führen kann.

Ein möglicher Beweis: Frühere Studien bestätigen die Parallele zwischen der viralen SARS-Epidemie von 2003 und dem verstärkten Auftreten von ME/CFS. Von 233 Hongkonger Krankenhaus-SARS-Überlebenden, die vier Jahre nach dem Virusausbruch untersucht wurden, berichteten 40% über ein chronisches Erschöpfungsproblem und bei 27% wurde ME/CFS diagnostiziert.

Analog dazu wies eine Kohorte von Beschäftigten des Gesundheitswesens während der Epidemie 2003 in Toronto ME/CFS-Symptome auf und konnten nicht an ihren Arbeitsplatz zurückkehren.

Das klingt für mich alles sehr logisch. Aber selbst, wenn diese oben beschriebenen Zusammenhänge nicht stimmen sollte. Wichtiger ist, dass die Beschwerden verstärkt auftreten und damit müssen wir als Gesellschaft und als Ärzte umgehen.

Eine Empfehlung zum Schluss: Sollten Sie derartige Beschwerden haben oder generell unter Long-COVID Anzeichen leiden lassen Sie sich so schnell wie möglich behandeln. Um damit aus momentanen Problemen keine chronischen Leiden entstehen zu lassen. Bleiben Sie gesund. AHA.

Ich behandle regelmäßig Patienten mit den CFS Symptomen. Unabhängig von COVID Vorerkrankungen. Wir können helfen. Melden Sie sich doch bitte bei uns für einen Gesprächs-Termin. Gerne auch per Online-Buchung.

Ihre Dr. Meike Maehle
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